Poker Boom in Deutschland

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Was macht Poker so beliebt? Es ist Spannung pur. Pokern ist leicht zu lernen, wird meistens nach den Regeln des Texas Hold´em Poker gespielt und verbindet Strategie, Täuschung und Psychologie.
Es ist ein Gesellschaftsspiel, das man entweder in einer Runde mit Freunden oder einfach online spielen kann.
Man versucht mehrere Gegner psychologisch einzuschätzen.
Hat er das Full House? Oder hat sie das fehlende Ass? Blufft er? Soll ich meinen Einsatz erhöhen?
Beim Pokern kann jeder Fehler der Letzte sein.
Sein verruchtes Image hat das Kartenspiel abgelegt. Es sitzen nicht länger verruchte Gestalten an Pokertischen, Poker ist "salonfähig" geworden.

Der Trend des Pokern kommt aus Amerika. Dort ist das Pokern sogar eine offizielle Sportart und ist nach American Football und Nascar Autorennen die beliebteste regelmäßige Sportart. Bei den Einschaltquoten im Fernsehen überholt Poker sogar Basketball und Baseball. Wenn Poker live im Fernsehen übertragen wird, sind bis zu 10 Millionen Amerikaner vor den Bildschirmen dabei. In den USA gibt es ca. 75 Millionen aktive Spieler.
Nun schwappt der Poker Boom auch auf Deutschland über. Nach Schätzungen der GPPA(German Poker Player Association) gibt es in Deutschland mehr als 5 Millionen Pokerspieler. Spielsetkoffer mit Original-Pokerchips sind Verkaufsschlager geworden.

Die Entwicklung des Boom

Vor ein paar Jahren war Poker in Deutschland ein fast unbekanntes Spiel. Der Fernsehsender DSF begann 2005 mit der Übertragung von Pokertunieren und legte damit einen Grundstein für den Boom. Auch andere Sender wie Eurosport begannen mit der Übertragung von Pokertunieren.

Den Durchbruch zur Bevölkerung gelang allerdings der "TV Total PokerStars.de Nacht" bei Pro Sieben. Stefan Raab sitzt in einem Promi-Pokertunier und ein Online-Spieler, der sich bei Online-Tunieren durchgeschlagen hat, hat die Chance, Teilnehmer des prominenten Zockerzirkels zu werden und bis zu 50.000€ zu gewinnen. Dadurch gewann das Internet-Poker an Bedeutung. Immer mehr Pokeranbieter baten ihre Webseiten und Pokersoftware in deutscher Sprache an und förderten damit den Pokerboom in Deutschland.
Die Medien informierten über Poker und es bildeten sich Poker-Informationsseiten, die Pokerregeln erklären und unterschiedliche Pokeranbieter bewerten. Filme wie der neue James-Bond-Film "Casino Royale" hat den Boom zusätzlich gefördert.
Der durchschnittliche Pokerspieler ist männlich und zwischen 26 und 35 Jahre alt. In Deutschland ist der Anteil der Frauen mit 32% höher als im europäischen Durchschnitt.

Poker-Tuniere

Poker-Tuniere von staatlichen Spielbanken sind meistens ausverkauft. In Deutschland gilt Pokern als Glücksspiel. Dieses darf nur in staatlichen Spielbanken angeboten werden. Mittlerweile gibt es ca. 100 private Veranstalter von Poker-Tunieren, die in Diskotheken und Kneipen veranstaltet werden, allerdings ist es vom Gesetzgeber vorgeschrieben, dass die Summe an Chips, für die sich ein Spieler in ein Spiel einkauft(Buy-In) nicht höher sein darf als 25€. Außerdem dürfen nur Sachpreise ausgegeben werden. Die German Poker Player Association(GPPA) organisiert auch private Pokerabende und fördert die deutsche Pokerbundesliga. Zunehmend trifft der Poker Boom auf Widerstand der Ordnungsbehörden. Es wird regelmäßig bei privaten Tunieren überprüft, dass keine Echtgeld-Spiele durchgeführt werden und dass die Summe an Chips, für die sich ein Spieler in ein Spiel einkauft(Buy-In) nicht höher als 25€ ist. In den meisten Tunieren hat sich Texas Hold´em Poker durchgesetzt.

Texas Hold´em

Die Teilnehmeranzahl liegt zwischen 2 und 10 Personen.
Jeder Spieler beginnt mit zwei verdeckten Karten auf der Hand. Dazu kommen im Laufe des Spiels fünf Gemeinschaftskarten, die offen auf dem Tisch liegen. Gewonnen hat der Spieler, der nach Ende von vier Einsatzrunden die bestmögliche Fünf-Karten-Kombination daraus zusammenstellen kann.

Online-Poker

Im Internet braucht man keine Sonnenbrille. Online-Poker boomt. In Internetforen wird Pokern bereits als Nebenjob mit Stundenlohn bis zu 16 Dollar angepriesen. Inoffizielle Schätzungen gehen von 4 Millionen deutschen Spielern aus, die im Internet in Casinos aktiv sind.